NimmBus: Die S-Bahn steht Kopf

Die S-Bahn steht Kopf

Vorsicht! In diesem Artikel wird ein Thema behandelt, über das Sie sich eventuell noch keine Sekunde Ihres Lebens irgendwelche Gedanken gemacht haben. Wenn Sie jetzt weiterlesen, kann es passieren, dass Sie längere Zeit mit einem ungewöhnlich prüfenden Blick durch die Stadt laufen und Ihnen des öfteren ein „Da ist ja auch eins!“ entfährt. Sollten Sie Ihre Begleitung dann wirklich darüber aufklären, worum es geht, werden Sie entweder für verrückt erklärt oder Sie haben ein weiteres Opfer infiziert. Wenn Sie das verhindern wollen, klicken Sie hier.

Na, ja. Ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Es geht um die Tatsache, dass man den Buchstaben S im Allgemeinen und das bekannte grün-weiße Symbol für die S-Bahn im Besonderen nicht einfach auf den Kopf stellen kann, ohne dass es „irgendwie falsch“ aussieht. In den meisten Schriftarten ist der untere Bogen (der Bauch) nämlich dicker als der obere Bogen, wodurch das normale S eine gewisse Standfestigkeit aufweist. Dreht man es um, wird es kopflastig und droht umzukippen. Die üblichen Windows-Schriftarten wie auch das S-Bahn-Symbol zeigen dieses Verhalten deutlich:

Auf dem Kopf stehender Buchstabe S in Arial, Times New Roman und Courier New
Diese Gebilde sehen eher aus wie Speckhaken aus der Räucherkammer.

Wie kann es dann sein, dass an vielen Stellen in der Stadt das S-Bahn-S auf dem Kopf steht? Vielleicht haben sich viele Schilderaufhänger und -kleber einfach noch keine Gedanken über das S gemacht, und es ist Zufall, wie herum sie es anbringen. Bei Schildern von der Größe einer Tischplatte ist es eventuell aus einer Armlänge Entfernung auch gar nicht richtig zu erkennen, was oben und was unten ist. Vielleicht ist es aber auch Absicht, eine stille Form des Protests. Gegen dicke Bäuche? Für mehr Köpfchen? Oder die wahren und falschen S bilden ein verschlüsseltes Bitmuster, das auf die Ankunft Außerirdischer hinweist …

Wir wissen es nicht. Aber fotografiert haben wir trotzdem einige und stellen Sie Ihnen hier vor. Und wenn Sie das nächste Mal ein S-Bahn-Symbol sehen, achten Sie einmal darauf. Die Wahrscheinlichkeit, dass es Kopfstand macht, ist gar nicht so gering. Sollten Sie sogar eine Kamera dabei haben und uns ein Foto per schicken, fügen wir es gerne hier ein. Einige Leserfotos finden Sie bereits in der Liste!

Bochum, Hauptbahnhof
(14.10.2016, Leserfoto von Simon H.).


Bochum-Langendreer
(27.11.2016, ein weiteres Leserfoto von Simon H.).


Bochum, Hauptbahnhof
(3.8.2016, auch wir waren in Bochum).


Potsdamer Platz, Sony-Center
(22.7.2011).


Jungfernstieg, im Untergrund
(13.4.2010).


Hasselbrook, Bahnsteig
(5.1.2010).


Jungfernstieg, Bergstraße
(17.7.2008).


Barmbek, Pestalozzistraße
(14.5.2008).


Barmbek, Ecke Drosselstraße/Fuhlsbüttler Straße
(14.5.2008).


Reeperbahn, Talstraße
(6.5.2008).


Landungsbrücken, Fußgängerbrücke
(6.5.2008).


Berliner Tor, Westphalensweg
(11.3.2008).

Hammerbrook, Hammerbrookstraße
(13.2.2008).
Links an der Brücke das inzwischen korrigierte Schild von weiter unten.

Hammerbrook, Süderstraße
(20.1.2008).

Bahrenfeld, Pfitznerstraße
eingesandt von Johannes B.
(unser erstes Leserfoto!)
(9.1.2008).

Jungfernstieg, Rathausmarkt
(19.5.2002).

Ups, falsche Kategorie
(23.5.2002).

Billwerder-Moorfleet, altes Bahnhofsgebäude
(31.3.2004).

Königstraße, Wegweiser in der Palmaille
(12.1.2002).

Reeperbahn, Pepermölenbek
(5.1.2002).

Hauptbahnhof, Zugang Gleis 1 u. 2
(19.1.2002).

Hauptbahnhof, Eingang Kirchenallee
(19.1.2002).

Jungfernstieg, Ballindamm
(14.4.2002).

Jungfernstieg, Große Bergstraße.
(5.6.2002).

Hammerbrook, Fußgängerbrücke über die Hammerbrookstraße
(27.3.2002).

S-Bergedorf, inzwischen in Bf. Bergedorf umbenannt (das H ist richtig …).
(6.2.2002).

Diebsteich
(27.3.2002).

Stadthausbrücke, Eingang Michaeliskirche
(4.1.2002).

Hauptbahnhof Süd
(7.1.2002).

… und der erste, der uns ein Foto eines auf dem Kopf stehenden U-Bahn-Symbol schickt, bekommt einen Preis!

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